Aktuelles

Termine

27. September 2022

Erfahrungsaustausch Personalwesen (Hannover)

5./6. Oktober 2022

VNOP-Altpapierausschuss (Varel)

10. Oktober 2022

a. o. VNOP-Mitgliederversammlung (online)

25./26. Oktober 2022

VNOP-Technischer Ausschuss (Freital-Hainsberg)

Entwicklung der nord- und ostdeutschen Papier- und Zellstoffindustrie im ersten Halbjahr 2022

Die nord- und ostdeutsche Papierindustrie erzielte mit 4,689 Mio. Tonnen Papier erneut ein sehr hohes Produktionsvolumen und lag mit 5,3 % über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraum. Bei näherer Betrachtung sind jedoch im zweiten Quartal 2022 erste Hinweise einer Abschwächung der Konjunktur zu erkennen. Die Papierproduktion ging um 4,2 % zurück. Dieser erste Trend wird in den Monaten Juli und August 2022 noch deutlicher. In diesen beiden Monaten kam es bereits zu größeren Stillständen in den Papierfabriken, so dass das Produktionsvolumen um deutlich mehr als 10 % zurückgehen wird. Durch die stark gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten war eine deutliche Erhöhung der Verkaufspreise für fast alle Papiersorten unumgänglich, was wiederum mit einer deutlichen Umsatzsteigerung bis zu fast 50 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einherging. Im ersten Halbjahr 2022 erzielten die Papier- und Zellstofffabriken des nord- und ostdeutschen Verbandsgebietes 4,631 Mrd € - gegenüber 3,111 Mrd. € im ersten Halbjahr 2021.Die Rohstoffsituation hat sich im auch im ersten Halbjahr 2022 nicht entspannt. Die Verfügbarkeit von Altpapier und Zellstoff ist weiterhin sehr kritisch zu betrachten, was im Anschluss zu massiven Preissteigerungen bei den Rohstoffen aber auch bei den Hilfsstoffen führte. Die Papier- und Zellstoffindustrie als energieintensive Branche ist von den jüngsten Entwicklungen im Energiebereich sehr stark betroffen. Auch die in den Sommermonaten viel diskutierte Gasumlage wird unsere Unternehmen im Herbst vor weitere zusätzliche Belastungen stellen. Die Mehrkosten werden bei den Papierfabriken der nord- und ostdeutschen Papier- und Zellstoffindustrie ca. 200 Mio. € betragen.


Details finden Sie im Mitgliederbereich unter der Rubrik  Rundschreiben "WiPo-Themen".

07.09.2022 - Tag der sächsischen Papierindustrie in Dresden

Der Tag der sächsischen Papierindustrie in Dresden gab unseren sächsischen Unternehmensvertretern die Möglichkeit, direkt in den Austausch mit Vertretern des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, der Sächsischen Aufbaubank und Experten aus der Energiebranche zu treten, um die aktuellen und kommenden Herausforderungen der Papierindustrie in Sachsen konkret zu benennen und zu erörtern, welche Hilfestellungen für Unternehmen in dieser Krisensituation zur Verfügung stehen. Die rege Beteiligung mit mehr als Zwanzig Teilnehmern zeigte die Dringlichkeit und die Notwendigkeit, mit allen Beteiligten durch konstruktive Gespräche nach Möglichkeiten zu suchen, diese Krise zu bewältigen.

Details finden Sie im Mitgliederbereich unter der Rubrik  Rundschreiben "WiPo-Themen".

17.08.2022 - Verbändeschreiben zur Gasumlage an die Ministerpräsidenten der Länder

Der Verband Nord- und Ostdeutscher Papierfabriken e.V. hat sich der Stellungnahme des Bundesverbandes DIE PAPIERINDUSTRIE e.V. zu der von der Bundesregierung beschlossenen Gasumlage angeschlossen und in einem Schreiben an die Ministerpräsidenten der Länder auf die existenzbedrohende Lage unserer Papierindustrie in den einzelnen Ländern und den dramatischen Folgen, wie der Gefährdung der Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern und dem Wegbrechen von Arbeitsplätzen hingewiesen.  

Neues vom Umwelt-Ausschuss

Das diesjährige Präsenz-Treffen des VNOP-Umwelt-Ausschusses wurde mit einer Werksbesichtigung am 22. Juni 2022 bei der Firma Schumacher Packaging GmbH in Schwarzenberg eröffnet. Kernthemen der Tagung am 23. Juni 2022 in Schwarzenberg waren u.a.

- Nachhaltigkeit und Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
- Neue Trends bei der Schlammentwässerung und -trocknung
- aktuelle Themen der Energieversorgung
- Einsatz von Enzymen in der Papierindustrie

7. VNOP-Mitgliederversammlung

Am 15. Juni 2022 fand die 7. VNOP-Mitgliederversammlung in Magdeburg statt. Erfreulicherweise konnte die Veranstaltung wieder in Präsenz stattfinden. Die rege Teilnahme von über 30 Vertretern unserer Mitgliedsunternehmern sowie Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden zeigte das starke Interesse an den aktuellen Themen dieser Zeit im öffentlichen Teil, u.a. dem Redebeitrag eines Vertreters des sachsen-anhaltinischen Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten, Magdeburg zum Thema Digitalisierung und Transformation in der Industrie. Weitere aktuelle Bereiche wie Bildung und Fachkräftegewinnung sowie die Verbandsarbeit standen ebenfalls im Fokus. Besondere Beachtung fand der Redebeitrag von Herrn Volker Barth, ehemaliger Vorstandsvorsitzende des Verbandes Ostdeutscher Papierfabriken e.V. (VOP) und ehemaliger stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Verbandes Nord- und Ostdeutscher Papierfabriken e.V. (VNOP) zum 30jährigen Gründungsjubiläum der ostdeutschen Papierverbände

Kurzbericht über die Entwicklung der nord- und ostdeutschen Papier- und Zellstoffindustrie im Jahr 2021

Die nord- und ostdeutsche Papier- und Zellstoffindustrie stellte sich auch im Jahr 2021 den großen Herausforderungen dieser Zeit und erzielte mit einer Gesamt-Produktionsmenge von 9.124 kt/a ein starkes Wachstum von 16 Prozent gegenüber dem Jahr 2020. Die hierbei eingesetzte Menge an Altpapier überschritt die Marke von 7,5 Mio. t/a, was einer Einsatzquote von fast 83 Prozent entspricht und somit etwas höher liegt als der bundesweite Durchschnitt.

Die Gesamt-Produktionsmenge der norddeutschen Papierfabriken stieg dabei um 12,6 Prozent auf 4.134 kt/a im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit 4.990 kt/a verzeichnete die ostdeutsche Papierindustrie eine Steigerung von 19,3 Prozent zum Vorjahr. Das größte Wachstum wurde hierbei mit 26,3 Prozent im Verpackungspapierbereich erzielt, was auf die Inbetriebnahme von zwei großen Anlagen (neue Papiermaschinen an Standorten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt) zurückzuführen ist, die nach dem Start im Jahr 2020 in 2021 nun das erste volle Jahr produzierten. Als positiv zu bewerten ist, dass die Talfahrt der grafischen Papiere gestoppt werden konnte - sie erzielten eine Steigerung von 11,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Umsatz der nord- und ostdeutschen Papier- und Zellstoffindustrie setzte mit 6,84 Mrd. € ein kraftvolles Zeichen. Dieser wurde durch das Wachstum des Produktionsvolumens - aber auch durch die notwendigen Preiserhöhungen bei den Fertigpapieren erzielt und konnten die starken Erhöhungen bei den Rohstoffpreisen (Altpapier und Zellstoff) und den Energiekosten etwas abfedern. Hinzu kommen weitere Preiserhöhungen beim Kauf von CO2-Emissionszertifikaten. Das Investitionsvolumen in Höhe von 258,4 Mio. € ist im Vergleich zum Jahr 2020 leicht rückläufig - mit Blick auf die umfangreichen Investitionen in den Jahren 2019 und 2020 und der Inbetriebnahme von zwei neuen Papierfabriken in Sachsen-Anhalt und Brandenburg - jedoch weiterhin zukunftsweisend.

Im Jahr 2021 wurden zudem umfangreiche Investitionen in neueste Umwelt- und Energietechnologien  umgesetzt. Hier ist sich auch die nord- und ostdeutsche Papier- und Zellstoffindustrie ihrer wichtigen Rolle beim Thema Klimaschutz und Energiewende bewusst.

Die Anzahl der Beschäftigen ist nur leicht (1 Prozent) gesunken. Im Jahr 2021 beschäftigte die nord- und ostdeutsche Papier- und Zellstoffindustrie 12.821 Mitarbeiter.

Details finden Sie Mitgliederbereich unter der Rubrik Statistik.

Arbeitsmarktentwicklung im August:

  • Arbeitslosenzahl im August 2022: +77.000 auf 2.547.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -31.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,2 Prozentpunkte auf 5,6 %
  • in Anzeigen für Kurzarbeit genannte Personen im August 2022 (bis einschließlich 25. August): 36.000 Personen 

Im Verband Nord- und Ostdeutscher Papierfabriken e. V. (VNOP) haben sich auf freiwilliger Basis 63 Betriebe der Papier erzeugenden Industrie sowie verwandter Industriezweige aus Nord- und Ostdeutschland zusammengeschlossen, die rund 14.000 Arbeitnehmer beschäftigen.
 
Der VNOP bündelt die Interessen seiner Mitglieder in den Bereichen Arbeitsbedingungen, Soziales, Wirtschaft und Umwelt und pflegt dazu den Dialog mit den übrigen Verbänden der Papierindustrie, weiteren befreundeten Verbänden, dem Tarifpartner IG BCE, den Landesregierungen und den kommunalen Behörden.
 
Wir sind regional verankert, gleichwohl deutschlandweit und europäisch orientiert. Wir greifen aktuelle, unsere Mitglieder betreffende Schwerpunktthemen auf und bieten unseren Mitgliedern den dafür notwendigen Support. Wir gestalten den demografischen Wandel und unterstützen unsere Betriebe bei der Fachkräfte- und Nachwuchsgewinnung. Wir wirken mit bei der Gestaltung der rechtlichen und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zum Erhalt und zur Fortentwicklung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie.